Wut - Ein wildes Raubtier?
Hilfe in deiner Trauer

Gefühle in der Trauer: Wohin mit meiner Wut?

Trauer ist nicht bloß Traurigkeit. Trauer ist so viel mehr und kann sich in so unterschiedlichen Gefühlen ausdrücken. Häufig gehört dazu auch die Wut. Und doch lese ich nur wenig darüber und wenn, dann nur am Rande. Für mich kam sie damals sehr unerwartet. Wut, das war so ein Gefühl, das ich bis dahin kaum kannte. Vielleicht in ganz abgeschwächter Form, eher so ein „ärgerlich sein“. Und plötzlich war da diese große Wut. Ich verstand, dass ich traurig war und verzweifelt, aber wütend? Es gab ja im Grunde niemanden, auf den ich ernsthaft hätte wütend sein können. Julian war einfach so gestorben und niemand konnte etwas dafür. Aber das Gefühl war einfach da. Immer wieder flammte diese Wut in mir auf und ich wusste überhaupt nicht, wie ich damit umgehen sollte. Es passte nicht zu mir und meinem Bedürfnis nach Harmonie, wütend zu sein. Meine Wut schien wie ein wildes Tier in mir, das ich unbedingt bändigen musste, damit es keinen Schaden anrichten kann.

Wut ist so ein Gefühl, das allzu oft unterdrückt wird. Aus Angst, was sie alles kaputt machen könnte. Denn sie kann sich so gewaltig anfühlen, zerstörerisch und böse. In der Trauer ist sie ganz normal und zugleich auch ganz individuell. Manch einer ist wütend auf Ärzte, Unfallverursacher, Gott, das Universum, den Verstorbenen selbst, weil er vielleicht nicht früher zum Arzt gegangen ist oder aus einem Gefühl heraus, dass er uns einfach hier alleine zurück gelassen hat. Inmitten dieser unerträglichen Verzweiflung und all der Scherben unseres bis dahin gemeinsamen Lebens. Meine Wut schien irgendwie losgelöst davon, auf Julian selbst konnte ich einfach nicht wütend sein, an Gott hatte ich nicht geglaubt und auch sonst gab es niemanden, auf den ich direkt wütend sein konnte. Ich war einfach nur wütend. Irgendwann richtete sich meine Wut auf Menschen in meinem Umfeld. Ich fühlte mich alleine gelassen, unverstanden, ungesehen und verloren. Das machte mich an vielen Tagen sehr wütend. In mir drin tobte es, wenn Freunde keine Zeit für mich hatten, verletzende Dinge oder einfach gar nichts sagten. Gleichzeitig begriff ich auch, dass sie eigentlich nichts dafür konnten, dass sie mir nichts Böses wollten. So hielt ich meine Wut meist in mir drin und verurteilte mich selbst dafür, überhaupt so wütend zu sein. Manchmal regte ich mich im Gespräch mit einer Freundin über eine andere auf und brachte so ein wenig davon zum Ausdruck. Gleichzeitig fühlte ich mich schlecht, weil ich gar nicht all diese Energie in solche Gespräche stecken wollte, weil ich gar nicht so ein Mensch sein wollte, der sich auf diese Art über andere Menschen aufregt. Und weil es doch eigentlich darum gar nicht ging, schließlich war Julian gestorben, darum sollte es doch gehen. Aber wohin sollte ich bloß mit all dieser Wut, die in meinem Inneren tobte?

Wut hat eine enorme Energie. So viel Kraft steckt darin, viel mehr als in der doch viel sanfteren, vielleicht gefühlt sogar eher energielosen Traurigkeit. Wenn diese Energie nicht rauskommen kann, wenn sie sich nach innen richtet, dann kann sie in uns einiges anrichten. Menschen anschreien ist vielleicht nicht immer so eine hilfreiche Lösung. Meine Therapeutin riet mir irgendwann, nachts in mein Kissen zu schlagen, wenn die Wut kam. Ich fand das wirklich albern, probierte es aber doch aus, als die Wut mal wieder kaum aushaltbar war. Und tatsächlich, es fühlte sich gut an. Niemand konnte mich sehen dabei und mein armes Kissen hat in dieser Zeit einiges abbekommen. In mir hat das jedes Mal ein wenig Erleichterung gebracht. Ab und zu habe ich von anderen gehört, dass sie sich einen Ort in der Natur suchen, an dem sie laut schreien können. Ich kann mir vorstellen, dass ich das an einem sehr windigen Tag an der Nordsee gut könnte. Da würde mich sicher keiner hören und ich könnte einfach die Wellen anschreien. Irgendwo im Wald fühlte sich das für mich immer komisch an. Was wenn jemand in der Nähe wäre und von meinem Geschrei Angst bekommen würde? Irgendwann erhielt ich noch einen weiteren Tipp, den ich persönlich wirklich hilfreich fand: das Auto. Dort bin ich ganz für mich und niemand kann mich hören. Ich bin in Bewegung und sitze doch in meinem eigenen kleinen Raum. Dort kann ich schreien so viel ich will und störe niemanden. Wenn es richtig schlimm ist, ist es wohl sinnvoll, dafür das Auto anzuhalten, um dich und andere nicht zu gefährden. Mein armes Lenkrad jedenfalls hat sich seitdem schon einiges anhören müssen. Vielleicht sollte ich mich bei Gelegenheit mal dafür bedanken, dass es das so unbeirrt ausgehalten hat. Kennst du das, wenn du dich vor deinem eigenen Schreien erschreckst, weil du gar nicht wusstest, wie tief deine Wut ist, wie laut und energiegeladen? Und nun stell dir mal vor, was all diese Energie in dir drin macht, wenn sie nicht nach außen darf und stattdessen in dir herumtobt.

Egal wie, die Wut möchte ausgedrückt werden, so wie auch die Tränen der Traurigkeit geweint werden wollen. Auch sie ist nur ein Gefühl, das gefühlt werden möchte. Wenn wir unsere Gefühle wegdrücken, dann wird uns das irgendwann krank machen. Denn sie bleiben irgendwo in unserem Körper, egal wie viel Mühe wir uns damit geben, sie zu ignorieren. Und es kostet so viel Kraft, sie dort zu halten. Wie gehst du mit deiner Wut um? Kennst du sie, ist sie als Gefühl Teil deiner Trauer? Worauf bist du wütend? Und was meinst du, möchte dir deine Wut sagen, wofür steht sie und was ist ihre gute Absicht? Ich freue mich über einen Austausch dazu in den Kommentaren.

 

Foto: GRVO TV

   

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6 Comments

  • Reply Katrin Lindemann 9. Januar 2018 at 10:07

    Oh ja, ich kenne auch diese unbändige Wut. Wut auf glückliche Paare, Wut auf meine Freunde, weil sie mich gefühlt allein lassen. Wut auf das Leben und vor allem Wut auf mich.
    Weil ich nicht da war als Sven starb, weil ich ihm nicht helfen konnte und weil ich nicht auf mein Gefühl gehört hab, dass etwas nicht stimmt als wir zum letzen Mal telefoniert haben, obwohl er ganz normal klang und sich normal verhalten hat.
    Diese Wut hatte ich eine Zeit lang im Griff. Nun musste ich meinen Herzenshund Kalle am 24.12.17 gehen lassen.
    Er hat mir die Entscheidung leider nicht abgenommen. Ich versuche mich mit dem Gedanken zu trösten, dass er jetzt bei Herrchen ist. Er war immer ein Männerhund, aber wir hatten eine ganz besondere Beziehung.
    Ich bin wütend, dass ich ihn auch noch verloren hab und mit meiner Hündin nun allein hier auf der Erde wandel.
    Ich bin wütend, weil die Ärzte ihn falsch behandelt haben und mir nicht richtig zuhörten. Ich bin wütend, weil ich mich nicht mehr eingesetzt hab. Ich bin wütend, weil ich vielleicht mehr hätte machen können.
    Meine Therapeutin sagt, diese Wut frisst mich auf und ich geh zu hart mit mir ins Gericht.
    Ich hab alles mir mögliche für meinen Kalle getan. Mehr ging nicht. Und doch lässt mich dieses Gefühl nicht los.

    Ich bin wütend auf das Leben. Ich bin wütend auf das Schicksal und ich bin wütend, dass meine Suizidversuche nicht gelingen. Tut mir leid, wenn ich das hier so offen schreibe, aber ich will und kann nicht mehr leben. Das begleitet mich seit meiner frühesten Kindheit.
    Für meine Hündin Lahja versuche ich stark zu sein und ziehe etwas Stärke auch aus der Wut.
    Ich wandele sie – so gut es geht – in sportliche Aktivitäten um. Aber manchmal fehlt mir dazu die Kraft und die Wut macht mich einfach nur schwach. Ich lass mich dann von ihr begraben / überrollen und fauche jeden an, der mir in diesem Moment zu nah kommt. Ob durch Worte oder körperlich.
    Die Wut kann auch schwächen.

    Als ich meinen toten Hund im Auto hatte und ihn zum Krematorium gefahren hab – meine Hündin war bei Freunden untergebracht – hab ich ganz laut geschrien. Mir klingelten die Ohren und ich fühlte mich besser.
    Aber das hielt leider nicht lang an. 🙁
    Da ich viel mit meiner Hündin zusammen bin, kann ich nicht immer dann schreien, wenn mir danach ist, weil ich sie sonst verschrecken würde.
    Ich hebe es mir dann auf, aber manchmal verkriecht sich die Wut so ins Innere, dass ich sie dann nicht mehr zu fassen bekomme.

    Der Vorschlag mit dem Kissen ist aber gut. Den werde ich mal probieren.

    Entschuldigt den langen Text.
    Euch alles Gute!

  • Reply Melanie 21. Mai 2018 at 20:03

    Mein freund ist zur Zeit auch sehr wütend, und keiner kann sich erklären wieso da er nicht sagt was mit ihm los ist wir vermuten das es durch den tot seiner Mutter kommt die am 31.08.17 von diesem Planeten gegangen ist….. Er schnautzt mich ständig an und ich habe das Gefühl das er mich loswerden will aber ich habe angst das wenn ich jetzt in meine Wohnung gehe das er sich dann komplett abschottet und ich gar nicht mehr an ihn ran komm…. vllt habt ihr einen Rat für mich

    • Reply Silke 21. Mai 2018 at 20:18

      Danke dir für deinen Kommentar, liebe Melanie.
      Es tut mir leid, dass dein Freund und du das gerade durchmachen müsst. Es ist ja nicht einmal ein Jahr her, dass seine Mutter gestorben ist. Das ist wirklich noch keine lange Zeit. Ich könnte gut verstehen, wenn ihn das alles wütend macht. Wut ist ein ganz „normales“ Gefühl in der Trauer, manchmal stellt es sich vor die Traurigkeit, manchmal ist einfach alles zugleich da. Es ist auf eine Art gut, wenn die Wut und generell Gefühle nach außen kommen können und zugleich verstehe ich natürlich deine Ratlosigkeit und Verzweiflung, wenn du diese Wut abbekommst. Ein Rat ist schwierig, schließlich kenne ich deinen Freund ja gar nicht und möchte auch in keiner Weise so hier mal eben über ihn urteilen oder so tun als wüsste ich, was bei ihm los ist und was er braucht. Ich kann dir wie gesagt nur sagen, dass Wut zur Trauer dazu gehört und durchaus normal ist. Vielleicht hilft es dir bereits, etwas anders damit umzugehen? Und für schwere Verluste reicht ein Jahr gar nicht aus, um das zu verarbeiten und überhaupt zu begreifen. Vielleicht magst du dir mal ein Buch über die Trauer (zb von Roland Kachler oder Chris Paul) kaufen, vielleicht könnt ihr es sogar beide lesen und euch dann darüber austauschen? In jedem Fall ist es jetzt wichtig, dass du auch gut für dich sorgst, um dann auch wieder gut für ihn da sein zu können. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diese herausfordernde Zeit.

  • Reply Stephan 29. Januar 2019 at 2:02

    Ich weiß nicht genau warum ich das jetzt mache, aber vielleicht hilft es irgendeinen Menschen, der sich, wie ich, hierher verirrt hat, weil es ihm ebenfalls sehr schwer fällt, um diesen einen, vielleicht ersten wichtigen Schritt, in irgendeine positive Richtung, zu tätigen.

    Mein Kumpel hat sich vor ca. 12 Jahren das Leben genommen und ist vor ein Zug gesprungen. Für mich war er nie wirklich gestorben, sondern vielmehr „unsichtbar um uns herum“. Einmal nachts bin ich auf die Gleisen gelaufen und hatte das Gefühl ihn irgendwie spüren zu können. Er hatte nicht mal einen Abschiedsbrief hinterlassen und so war es schwer für mich, um zu akzeptieren, dass er wirklich fort ist. In der Nacht als es passierte und am Tag davor waren wir zusammen unterwegs. Ich wusste das etwas nicht stimmte und so wollte ich das er bei mir pennt, doch er wollte nicht. Tja, letztens ist mir plötzlich eingefallen das er zu uns noch sagte, „was ich bald machen werde wird das heftigste in eurem und meinem Leben sein, was ich jemals gemacht habe“, oder so ähnlich. Wer hätte das ahnen können?

    Ich kann manchmal gar nicht weinen vor Wut, obwohl ich eig. weinen müsste, am liebsten würde ich irgendetwas dagegen tun, oder um Hilfe schreien und dann bekomme ich solch eine scheiß Angst davor, dass ich wieder versagen könnte, oder das ich andere Menschen verlieren könnte, wenn sie am Ende wissen das ich nicht „normal“ bin. (weil ich dann als psychisch krank gelte und man meine Entscheidungen und Gefühle nicht mehr ernst nimmt) Ich habe mittlerweile so viele Dinge im Leben aufgegeben und Menschen verloren, dieses fundamentale Grundgefühl von Angsttrauer und Wut versucht mit Drogen, Alkohol, Sex und im Grunde dieses selbstverletzende Verhalten entwickelt, um dieses nervige, bodenlose Gefühl von Leere in mir zu neutralisieren. Doch dieses Loch hat scheinbar kein Ende. Ich war bereits öfters im Krankenhaus wegen Überdosierungen von bestimmten Drogen, Alkoholvergiftungen, oder Medikamentenmissbrauch. Ich habe bis jetzt 3 Nahtoderfahrungen ertragen müssen und auch wenn ich eig. gar nicht sterben möchte, kommt es mir manchmal so vor als hätte ein Teil von mir bereits aufgegeben.

    Schon komisch mit 30 bereits so viel Unsinn erlebt haben zu müssen, so viele Projekte, Arbeitsplätze und Ausbildungen geschmissen zu haben, nur weil mir diese Grundangst vorgaukelt einfach nicht mehr hingehen zu müssen, obwohl man gute Arbeit geleistet hat. Übrigens war meine letzte Berufstätigkeit, in der Pflege und dieser Beruf gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Dort bekomme ich das Gefühl etwas wertvolles tun zu können, diesen letzten Weg dieser Menschen etwas würdevoller mitgestalten zu dürfen. Ich konnte mich selbst und meine Fähigkeiten komplett entfalten und werde diesen Beruf auch weiterhin ausüben wollen, nur als meine Chefin mich dann unbedingt als examierte Pflegekraft einstellen wollte, bin ich einfach nicht mehr hingegangen, anscheinend wegen dem Gefühl es nicht verdient zu haben, gepaart mit der Angst wieder eine Ausbildung schmeißen zu müssen.

    Ich bin 2015 Vater geworden, mein Sohn ist jetzt 3 Jahre alt und meine Stieftochter wird morgen 9 Jahre alt und ich werde sie nicht sehen… ich kann gar nicht beschreiben was das für ein ?/Gefühl ist… Ich liebe meine kleine Familie über alles, aber ich kann nicht bei ihnen sein, kann mich nicht mehr um sie kümmern.
    Bei meiner letzten Nahtoderfahrung wurde sogar meine Partnerin ungewollt miteinbezogen, teilweise auch die Kinder. Dafür schäme ich mich jetzt und ich leide unbeschreiblich darunter. Ich habe das Gefühl das ich schneller verletzt bin als andere und/oder Emotionen stärker wahrnehme und sie manchmal nicht kontrollieren kann. Dies ist letztendlich die Wut, die sich eig. aus der Trauer und Frustration heraus aufbaut, weil ich diese Gefühle in bestimmten Momenten nicht ausleben kann, wenn ich es vielleicht sollte.
    Manchmal weine ich in meinen Träumen, aber es wird nicht besser, es ist wie ein endloses Gefühl von Trauer und es gibt kein Ventil, um „es“ los zu werden.
    Ich habe bereits 4 Türen kaputt gemacht, weil ich vor Wut dagegen getreten habe, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich habe des öfteren mein Handy gegen eine Wand geworfen, meine Partnerin angeschrien und sie auch schon mal verbal beleidigt und sogar 2 mal geschubst und sie damit letztendlich seelisch sehr verletzt. Es geht mir danach auch nicht besser, eher schlechter, weil sich dann nur noch mehr Schuldgefühle aufstauen und ich mich am Ende noch mehr schämen und verachten muss. (mehr als ohnehin schon)
    Ich bin eig. ein empathischer, hilfsbereiter und liebevoller Mensch, aber wenn mich diese Depressionen einnehmen, dann komme ich aus eigener Kraft da meist nicht mehr raus und ich brauche sog. Hilfsmittel, um mich davon abzulenken und loszureißen. Momentan tut das nur noch der Alkohol für mich und ich kann damit viel besser loslassen, einschlafen und sogar weinen. Aber es nervt mich trinken zu wollen, nur weil es mir so beschissen geht, dass löst nicht das Problem, sondern nur die Symptome.

    Ich habe noch nie zuvor darüber geschrieben und hoffe einfach mal das sich irgendeiner von euch damit angesprochen fühlt und lieber eine spezielle Einrichtung aufsucht, als sich und anderen „damit“ das Leben unnötig schwer zu machen. Ich will meine kleine Familie nicht verlieren, ich will ihnen endlich das bieten können, was sie verdient haben, so das mein Herz die Worte und Taten formuliert und nicht mehr diese Verzweiflung. Morgen werde ich in eine Tagesklinik gehen und ich habe mega Angst davor, aber was kann ich schon verlieren? Was könnte man jetzt noch verlieren? Du da! Mach bitte nicht die selben Fehler und lass dir helfen, wo auch immer du bist.
    Und wenn du dich hiermit identifizieren kannst und du noch irgendeinen guten Freund/in oder Partner/in hast, dann bist du schonmal nicht alleine und das ist bereits die halbe Miete, also bespreche deine wahren Gefühle mit ihnen, frage sie ob sie dich dorthin begleiten können, wenn du zu viel Angst hast! Diese Angst bist nicht du, du hast keine Schuld daran, Kopf hoch!

    28.01.2019

    • Reply Silke 31. Januar 2019 at 0:08

      Danke dir für das Teilen deiner Geschichte und Gefühle, lieber Stephan. Gerade deine Worte am Ende haben mich sehr berührt. Ja, ich wünsche jedem in der Situation die Unterstützung, die er oder sie braucht. Und dir wünsche ich von Herzen, dass du diese Unterstützung in der Tagesklinik nun erhältst und dein Weg Schritt für Schritt ein wenig leichter werden kann.
      Silke

  • Reply Sayasabi 8. April 2019 at 23:28

    Danke euch allen,

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