Öffne dein Herz
Trauer & Spiritualität

Öffne dein Herz

Ist da jemand, der mich hören kann? Ich bin so alleine und die Welt hat mich verlassen. Was mache ich hier noch? Was soll das alles noch? Wozu muss ich das alles hier ertragen? All das Leid?

Öffne dein Herz.

Mein Herz?? Aber mein Herz wurde so verletzt! Es haben so viele darauf herumgetrampelt! Es tut so weh und ich will das nicht mehr! Hörst du mich nicht? Es tut so weh. Selbst vertraute Menschen haben hinein gestochen ohne zu merken, was sie tun. Einen Schutzwall möchte ich bauen, um das nie nie mehr fühlen zu müssen.

Öffne dein Herz. 

Ich war doch so offen! Ich war so naiv und schutzlos. Es ging mir so schlecht und ich habe um Hilfe gerufen, gebettelt, gefleht. Aber es kam niemand. Niemand, der wirklich da sein wollte. Niemand, der mich einfach halten konnte. Niemand, der mich ertragen konnte. Jetzt versuche ich, mich so gut es geht selbst zu ertragen und anderen nichts von meinem Inneren zu zeigen. Sie würden doch sowieso nur darauf herumtrampeln!

Öffne dein Herz.

Wieso willst du, dass ich verletzt werde?? Wieso siehst du nicht, dass die Welt schlecht ist und ich leide? Wieso sieht mich denn niemand?? All die Menschen, die nicht verstehen, wie es sich wirklich anfühlt. Die ihren bescheuerten Alltag leben und nicht sehen, dass ich darin untergehe.

Öffne dein Herz. Mehr gibt es nicht zu tun. 

Ich weiß nicht wie. Es ist so verklebt. Es klemmt. Und ich habe Angst vor dem, was mich dann erwartet.

Tu es einfach. Konzentriere dich auf dein Herz und .. öffne es. In deinem Tempo. Lass deine Herzöffnung deine wertvollste Aufgabe sein. 

<Atmen. Stille.>

Es ist. Es ist .. farbenfroh. Aber es macht mir Angst.

Öffne dein Herz. Lasse es immer weiter werden. Lass es den Schmerz halten genauso wie die Liebe. Und lass die Liebe strömen. 

Wow. Das tut weh. Verkrustete Wunden. Tiefer, tiefer Schmerz. Größer als ich. Älter als ich. Das kann ich nicht. Das will ich nicht. Lass mich raus, lass mich das nicht fühlen müssen.

Lass dich hinein sinken. Immer tiefer. Mitten hinein und hindurch. Sinke tief unter die stürmischen Wellen in den dunklen, klaren See. Mitten hinein ins tiefste Dunkel. Hab keine Angst vor der Dunkelheit. Gib dich dem Schmerz hin, kämpfe nicht dagegen an. Und öffne dein Herz. Lass die Liebe fließen. 

Es .. es wird tatsächlich so dunkel. Und in der Dunkelheit ist es so .. still. Tiefe Stille.

Lass dich tiefer sinken. Immer tiefer. 

Es wird immer ruhiger. Immer noch stiller inmitten der Stille. Hier ist nichts mehr. Bin hier noch ich?

Genau da bist du. Du in deiner Essenz. 

.

Jetzt kann ich die Liebe fühlen. Sie überschwemmt mich.

Sie ist immer da. Immer du. 

 

   
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Zwischen den Welten - Silke Szymura Ein Teil von mir - Silke Szymura

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2 Comments

  • Reply Helga 14. Dezember 2018 at 9:22

    liebe silke, ich staune immer wieder wie du alles so gut in worte fassen kannst, das ist schon enorm.
    deine aktivitäten zu verfolgen macht viel freude und ist auch mir immer wieder sehr hilfreich im umgang mit menschen die zu mir kommen und in trauer sind.
    vielen dank für dein wirken auf dieser welt, sooooo wertvoll.
    ganz liebe grüße aus rammingen
    helga

    • Reply Silke 21. Januar 2019 at 12:23

      Danke dir von Herzen, liebe Helga. Vielen Dank auch dir für DEIN Wirken, du strahlst so sehr aus dem Herzen. ♥

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