Alle reden über Trauer 2019

Erkenne dein wahres Selbst

Von Sabine Fojtl

„Trauer führt dich ein Stück zu dir selbst – zu deinem Ursprung“

Aufgeben hat es für mich nie gegeben. Immer wieder nach Antworten und Lösungen zu suchen und auch wirklich loszulassen, das macht mich aus. Ich liebe das Leben und wenn sich Menschen weiterentwickeln und wachsen wollen.

Nach dem Tod meines Sohnes hatte sich meine Lebenssituation komplett verändert, weil ich meine Rolle als Mutter verloren hatte. Wer war (bin) ich jetzt? Jetzt war die Zeit gekommen, mein „Selbst“ wirklich kennenzulernen und zu leben.

Mir liegt es am Herzen, dass wir Menschen den Tod genauso in unserem Leben integrieren können wie die Geburt … „loslassen schon zu Lebzeiten“ – mein Traum ist es, dass alle Menschen voller Vertrauen und voller Kraft und Lebensfreude selbstbestimmt ihr Leben leben können – ich lade dich ein, gehen wir den Weg gemeinsam, sei dabei und melde dich jetzt kostenlos an bei meinem Online-Kongress „Faszination Tod & Leben“ – Trauer, ein Weg ins Licht.

Ich wünsche dir viele Erfahrungen und Inspirationen – deine Sabine

ÜBER MICH

Ich durfte 26 Jahre lang Mama sein und meinen Sohn Stefan durch sein Leben begleiten. Mit 7,5 Jahren begann er bereits an massiven Wasseransammlungen in seinem Körper zu leiden – chronische Niereninsuffizienz – und ab diesem Zeitpunkt änderte sich auch mein Leben komplett und das für die nächsten fast 19 Jahre in sich ständig wechselnder Ratlosigkeit, Ohnmacht, Todesangst, Veränderung und Unbehagen im sozialen Umfeld usw.

Es folgten viele Spitalsaufenthalte, zahllose Gespräche mit Ärzten, Operationen, Gespräche mit Psychologen. Zum Thema wurden pharmazeutische und medizinische Versuche, Dialyse, alternative Heilmethoden und schließlich eine Spenderniere. Doch anstelle eines Neuanfanges führten die verspätete ausbrechende Pubertät mit gleichzeitigem „Erwachen“ allerdings zu Wut, Aggression, Alkohol, Drogen, Depression und schließlich zum Verlust der Spenderniere. Psychiatrie, Scheidung, Loslassen, Fragen nach dem Sinn des Lebens – „warum passiert das mir?“

Nach einigen Jahren entschied sich Stefan doch wieder dazu „JA“ zum Leben zu sagen und stand schlussendlich wieder auf der Liste für eine Spenderniere. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon alles losgelassen gehabt und war auf das Schlimmste vorbereitet gewesen. Er brach dann tatsächlich am 16.11.2017 zusammen um am selben Abend im Spital zu erfahren, dass am nächsten Tag eine passende Niere auf ihn warte. Dieser Hoffnungsschimmer kam völlig unvorbereitet und sollte genau so schnell und unvorbereitet auch wieder entschwinden, denn Stefan erlebte den nächsten Tag nicht mehr. Sieben Tage später folgte ihm meine Mama.

Mit allen Höhen und Tiefen, vielen Herausforderungen, vor die er mich gestellt hatte, unzähligen Themen mit denen er mich konfrontiert hatte, war es oft ein schwieriger, schmerzvoller Weg – für ihn als Sohn und auch für mich als Mama. Umso schöner waren die kurzen Momente, in denen wir aus tiefstem Herzen heraus lachen konnten …

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