Alle reden über Trauer 2019

Alle reden über Trauer – Gedicht

Von Kathrin Prommersberger

#alleredenübertrauer
Nein, das tun sie nicht.
In Dir ist es so viel grauer
Nach Außen zeigst Du Dich so Farbenfroh
Niemand spricht gern mit Dir darüber. Ist halt so.
Darum lügst Du allen ins Gesicht.

Du sagst es geht Dir gut und lachst dabei.
Währenddessen bricht in Dir dein Herz in zwei.
Obwohl kann es das denn überhaupt nochmal
So lang dauert sie schon diese Qual.

Dieses Vermissen, Erinnern und mit sich und seinen Gedanken alleine sein,
NICHTS kann all das stoppen. Keine Musik, keine Medikamente kein Glas Wein.

Diese Trauer und was mit ihr kommt ist seit dem IMMER da
zeigt sich so zum kotzen facettenreich und unberechenbar.
Mal ist es nur ne Träne, im Moment der Erinnerung,
Mal ist es sich einfach nur „taub“ fühlen und nicht weiter wissen
Mal ist es einfach nur Angst vor einer weiteren Trennung
Aber IMMER ist es dieses arge Vermissen.

Und das Wissen, das egal was kommt es nie mehr so wird wie es war.
Egal ob nach Minuten, Stunden, Wochen, Monaten oder nem Jahr.

So viel möchte man noch teilen, gemeinsam erleben oder erzählen,
oder einfach diese eine Nummer wählen.
Nur an diese geht verdammt nochmal niemand mehr dran, denn diese eine Stimme schweigt
So viele kleine Momente wo sich „Trauer“ zeigt.

Dieser Parasit, der seit diesem scheiss Tag in mir wohnt und sich nährt,
ein Gefühl das sich nur dann von selbst erklärt,
wenn man vom Schicksal gezwungen wird es zu fühlen.
Dieser Parasit ist der schlimmste unter allen Gefühlen.

Jeder Liebeskummer wird zur Lachnummer.
Jeder Schmerz ist irgendwie aushaltbar.

Zum Glück ist eins ein bisschen wahr:

Dieser eine Mensch der fehlt, der nicht mehr da ist um den man trauert und weint
Ist zwar tot und nicht mehr im Leben unter uns, dafür auf ewig im Herzen mit uns vereint.

Und an manchen Tagen
Bei manchen Fragen

Ist es diese innere Stimme die zu uns spricht:
Wie bei mir grad und mir leise sagt:
Ja, Kathrin schreib dieses Gedicht.
Während ich mich dabei frag.

Gehts Dir gut da wo Du nun bist?
Ja, Du wirst hier schrecklich vermisst.

Siehst Du durch welche Höhen und Tiefen ich ohne Dich gehen muss?
Was fehlt ist manchmal nur ne Umarmung oder ein Kuss.

Wo geht mit uns allen „danach“ die Reise hin?
Ich weiß alles was Du Dir „da oben“ wünschst ist das ich glücklich bin.

Doch wie je wieder glücklich sein?
Wenn Du hier so fehlst Tag aus Tag ein.

Trauer ist so unberechenbar so grausam so dunkel so gemein.
Doch es geht vielen so und eigentlich sind wir damit nicht allein.

Nur sprechen dürfen und tun wir hier darüber nicht.
Darum liebe Silke hier mein Gedicht.

   
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1 Comment

  • Reply Locke 25. März 2019 at 23:15

    Volltreffer!
    Das Gedicht spricht mir aus dem Herzen!
    Herzliche Grüße aus dem Süden Deutschlands aus Sonnenbühl
    Andrea

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