Über laute Trauer

SilkeIch bin Silke und habe 2013 im Alter von 30 Jahren meinen Lebenspartner ganz plötzlich bei einem gemeinsamen Aufenthalt in Nepal verloren. Für mich brach damals eine Welt zusammen. Gezwungenermaßen habe ich mich intensiv mit der Trauer, dem Tod und dem Sterben auseinandergesetzt und dabei gemerkt, um was für Tabuthemen es sich hierbei immer noch handelt. Ich träume von einem anderen, natürlicheren Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft und möchte hiermit einen Beitrag dazu leisten.

Nach Julians Tod habe ich meinen Job als Produktmanagerin im IT-Bereich gekündigt, mir eine Auszeit genommen, viele kleine und große neue Schritte gewagt und mich auf die Suche nach mir selbst und meinem neuen Leben begeben. Mittlerweile habe ich eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin bei der Herberge der Trauer abgeschlossen und leite Gruppen für jung Verwitwete in Frankfurt und in der Wetterau. Ich bin gerade dabei, meine Geschichte als Buch zu schreiben und habe im Juli 2016 diesen Blog gestartet. Ab Oktober 2016 führe ich außerdem das Projekt Dein Tod und ich weiter. Mehr Informationen dazu und wie du mitmachen kannst, findest du hier.

Neben der lauten Trauer und der Trauerbegleitung liegt mir unser gemeinnütziger Verein mit Projekten in Nepal sehr am Herzen, für den ich ehrenamtlich im Vorstand arbeite: Sahaya – Hilfe für Nepal e.V..

Ich freue mich über Post von dir: silke@inlautertrauer.de.

Warum „laute Trauer“?

Auf Beileidskarten finden wir oft den Text „In stiller Trauer“. Mich hat diese Aussage schon lange geärgert. Wir wählen eine solche Karte, um dem Trauernden vorsichtig zu sagen: Ich denke an dich und störe dich zugleich nicht in deiner Trauer. Doch wieso wollen wir nicht stören? „In stiller Trauer“, was heißt das eigentlich? Warum soll Trauer still sein? Weil sie unangenehm ist? Weil wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen? Heißt das, Trauernde sollen möglichst mit ihrer Trauer daheim im stillen Kämmerlein verweilen und wenn sie fertig sind, kommen sie „geheilt“ wieder heraus und nehmen wie vorher wieder am Leben teil?

Immer wieder erfahre und erlebe ich bei mir und anderen Betroffenen, welch große Tabuthemen der Tod und die Trauer nach wie vor in unserer Kultur, unserer Gesellschaft sind. Auch wenn sich schon vieles gewandelt hat, ist es immer noch so, dass viele Trauernde zusätzliche Belastung dadurch erfahren, dass nahestehende Menschen sich abwenden – aus Unsicherheit oder Unwissen. Mit dieser Seite möchte ich etwas dazu beitragen, dass sich dies ändern kann. Ich möchte nicht mehr still sein. Hier möchte ich über Trauer reden, aufklären, meine eigene Trauer teilen und dich gerne dazu einladen, auch über deine Trauer hier zu sprechen. Lass uns gemeinsam das Schweigen brechen.

Gefällt dir, was ich tue?

Ich freue mich, wenn dir diese Webseite und meine Texte gefallen und vielleicht auf die ein oder andere Art helfen. Dabei freue ich mich wirklich sehr über jeden Kommentar – sowohl hier im Blog als auch auf Facebook oder per Email.

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Laute Trauer per Mail

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Warum in unregelmäßigen Abständen? Ich möchte dir nicht schreiben, nur weil wieder zwei Wochen vergangen sind und ich versprochen habe, dass es alle zwei Wochen einen Newsletter gibt. Lieber möchte ich dir nur dann schreiben, wenn es etwas zu sagen gibt. Ich freue mich, wenn du dabei bist. 

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