Ende und Neuanfang
Weiterleben

Etwas geht zu Ende und etwas Anderes beginnt

So ist das Leben. Immer und immer wieder. Etwas endet und etwas beginnt. Manchmal freuen wir uns, sehnen uns das Ende geradezu herbei. Das Warten auf den Feierabend, das Wochenende, den Umzug in ein neues Zuhause, das wir uns schon so lange wünschen. Der Beginn einer neuen Freundschaft, einer neuen Liebe. Und manchmal wollen wir es eben so gar nicht. Wollen nicht, dass das, was wir lieb gewonnen haben, vorbei ist. Wollen nicht, dass sich dieser wunderbare Teil unseres Lebens ändert. Das Leben achtet nicht darauf. Es fragt nicht nach. Es unterscheidet nicht zwischen gewünschten und ungewünschten Veränderungen. Es lebt einfach. Es geht einfach immer weiter. Immer wieder endet das Eine und etwas Anderes beginnt. Gleichzeitig. Manchmal ohne, dass wir es bemerken. Noch während wir damit beschäftigt sind zu begreifen, was dieses Ende für uns bedeutet, entsteht schon ganz sanft und zart etwas Neues. Wie ein leiser Schimmer am Horizont. Das Leben will uns nicht böse damit. Es nimmt uns nichts weg einfach so. Es nimmt und gibt und nimmt und gibt. Ein ewiger Kreislauf des Seins, ein ewiger Kreislauf des Werdens und Vergehens. Unsere einzige Aufgabe darin ist es, uns immer wieder hineinfallen zu lassen. Mitten hinein ins Leben, in den Fluss des Lebens. Uns hinzugeben, auch wenn wir es uns noch so sehr anders gewünscht hätten. Immer wieder zu fühlen, ganz in unserem Körper anzukommen, anstatt lediglich im Kopf zu kreisen und nach Lösungen und Auswegen zu suchen, die es auf diese Art nicht gibt. Es hilft nichts, sich gegen das Leben zu stemmen, es hilft nichts, Pläne zu machen, wie es anders sein könnte, als es ist. Wir können die Kontrolle nicht behalten, so sehr wir es auch versuchen. Und dieser Versuch kostet so viel Kraft. Das Leben ist wie es ist. Nicht mehr und nicht weniger. Zu jeder Zeit.

Foto: Sakeeb Sabakka

   
Zwischen den Welten - Silke Szymura Zwischen den Welten - Eine wahre Geschichte über den Tod, die Liebe und das Leben

Taschenbuch, 314 Seiten
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Preis: 12,90 Euro inkl. MwSt., zuzüglich Versand

Erscheinungsdatum: 10. November 2017
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2 Kommentare

  • Reply Bertram 19. November 2017 at 12:44

    Alles richtig! Allerdings: es tröstet mich nicht.

    • Reply Silke 20. November 2017 at 9:08

      Lieber Bertram, das verstehe ich gut und es war auch gar nicht so sehr als Trost gemeint. Eher einfach diese Gedanken, die aufgeschrieben werden wollten. Es bleibt schmerzhaft und es muss dich nicht trösten. Roland Kachler schreibt es immer so schön, dass wir in unserer Trauer immer ein Stück weit untröstlich bleiben dürfen. Bei allen Erkenntnissen und allem Frieden irgendwann. Aber auch das darf natürlich Zeit brauchen. Die Zeit, die es eben braucht.

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