Innehalten und Dankbarkeit
Meine Trauer

Einen Moment innehalten

Seit ein paar Tagen schleiche ich nun schon um diesen Blog und versuche, einen neuen Beitrag zu schreiben. Eine lange Liste an Ideen habe ich bereits gesammelt und in jedem Gespräch darüber entstehen neue Themen. Ich spüre ganz deutlich, wie viel da noch aus mir herausfließen möchte, wie viel es zu sagen, zu teilen und zu erforschen gibt über die Trauer. Und doch: Seit über einer Woche gab es hier nichts neues. Warum? Ich möchte ganz ehrlich mit dir sein: Ich bin völlig überwältigt von den vielen Reaktionen und Besuchern, die es bereits in den ersten beiden Wochen gab. Deshalb sitze ich hier und denke: “Wow, das, was ich jetzt schreibe, lesen vielleicht noch mehr Menschen. Was, wenn es sie gar nicht so sehr berührt, was wenn ich sie enttäusche?” Eigentlich klar, dass der Schreibflow bei diesen Gedanken ausbleibt, oder?

In einem sehr hilfreichen Gespräch mit Andrea von weggedacht wurde mir heute klar: Ich kann genau darüber schreiben. Dieser Blog ist nicht nur ein Ort der lauten Trauer für mich, sondern auch ein Ort der Aufrichtigkeit und Verletzlichkeit. Hier zeige ich mich euch so, wie ich bin. Hier haben alle Gefühle ihren Raum. Denn das ist es doch, worum es geht: Dass wir fühlen, was es nunmal zu fühlen gibt. Ich fühle in den letzten Tagen diese große Überwältigung und auch Angst. Angst, diesem Projekt, diesem Thema hier vielleicht nicht gerecht zu werden. Für mich braucht es daher gerade einen Moment des Innehaltens und der Dankbarkeit, um zu würdigen, was hier passiert. Danke euch allen, die ihr meinen Blog bisher gelesen habt, danke für eure Kommentare, euer Feedback und euer Vertrauen. Ich bin einfach wahnsinnig gerührt von euren ganz persönlichen Geschichten, die ihr hier bereits mit mir geteilt habt. Es freut mich so sehr, wenn ich da draußen den ein oder anderen erreichen kann mit meinen Worten. Ihr motiviert mich sehr, hier weiterzumachen, die Seite auszubauen und für euch zu schreiben.

Mit diesen Worten werde ich jetzt schlafen gehen, noch ein paar Mal gemeinsam mit der Angst tief durchatmen und in den kommenden Tagen dann endlich einen neuen Beitrag verfassen.

Foto: Katharina Friederike

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Warum in unregelmäßigen Abständen? Ich möchte dir nicht schreiben, nur weil wieder zwei Wochen vergangen sind und ich versprochen habe, dass es alle zwei Wochen einen Newsletter gibt. Lieber möchte ich dir nur dann schreiben, wenn es etwas zu sagen gibt. Ich freue mich, wenn du dabei bist. 

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3 Kommentare

  • Reply meineschwestertotundichhier 20. Juli 2016 at 21:53

    Hallo Silke,
    ich habe eben deinen Blog gefunden und finde es sehr gut, wie und was du schreibst.
    Viele der Gedanken, die du hier beschreibst, kenne ich auch.
    Liebe Grüße

    • Reply Silke 20. Juli 2016 at 23:05

      Danke dir für deinen Kommentar. Ich habe mir eben auch deinen Blog angesehen und bin sehr berührt davon. Es ist sehr bewegend, wie du schreibst. Ich wünsche mir, dass viele Menschen deinen Blog lesen!
      Liebe Grüße zurück

  • Reply Conny 12. Oktober 2016 at 22:45

    Liebe Silke,
    dein Blog ist ganz wundervoll. Deine Gedanken geben mir Trost und auch Halt, und ich weiß, ich bin ok in meiner Trauer, ich bin nicht allein mit all diesen Gefühlen, die mir täglich den Boden unter den Füßen wegziehen. Wenn ich deine Beiträge lese, werde innerlich für einen Moment ganz leicht und denke „einer versteht mich, ich bin so dankbar dafür“. Danke, dass du auf diese Weise da bist!
    Liebe Grüße
    Conny

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